powered by apotheken.de Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Nutzungsbedingungen
gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Gesund leben » Diagnose und Therapieverfahren » Bildgebende Untersuchungsverfahren

Kernspintomografie



Die Kernspintomografie (Kernspin, Magnetresonanztomografie, MRT, MR, NMR) ist ein komplexes bildgebendes Verfahren, das ohne Strahlenbelastung auskommt und ebenfalls eine schichtweise Darstellung des Körpers ermöglicht. Beim Kernspin werden die Wasserstoffkerne in den verschiedenen Gewebearten des Patienten (der Arzt spricht von „Geweben“) durch ein starkes Magnetfeld einheitlich ausgerichtet. Nun lassen sie sich mit Radiowellen verschiedener Frequenz gezielt beeinflussen, beim Abschalten der Radiowellen richten sich die Wasserstoffkerne erneut nach dem Magnetfeld aus. Dabei senden die Wasserstoffkerne selbst schwache Radiowellen aus, die ausgewertet werden. Viele Gewebe, die sich im Röntgenbild kaum unterscheiden lassen, z. B. Knorpel, Muskeln und Sehnen, sind so darstellbar.

Die Technik ist kompliziert, die Geräte sind auch entsprechend teuer – revolutionär war die Kernspintomografie jedoch deshalb, weil sie in zuvor unvorstellbar präzisen Details die Beurteilung kranker Gewebe möglich gemacht hat. So ließen sich erstmals auch sehr kleine Krankheitsherde, etwa bei der Multiplen Sklerose, sichtbar machen. Kernspin kommt komplett ohne Strahlenbelastung aus, allerdings ist die Untersuchung aufgrund der Lärmbelastung, der räumlichen Enge im Gerät und ihrer Dauer (bis 30 Minuten) für den Patienten recht anstrengend. Erwachsene gewöhnen sich meist an diese Belastung, bei kleineren Kindern ist jedoch häufig eine Vollnarkose oder eine beruhigend einwirkende Begleitperson erforderlich, um aussagefähiges Bildmaterial zu gewinnen.

Der funktionelle Kernspin (fMRT) ist eine Weiterentwicklung des Kernspins, das Stoffwechselaktivitäten im Körper (z. B. im Gehirn) sichtbar macht. Nach einem normalen, hoch auflösenden Kernspin wird der Patient gezielten Reizen ausgesetzt, z. B. vollführt er eine bestimmte Bewegung mehrmals und macht anschließend eine Pause. Dieser Vorgang wird mehrfach wiederholt und ebenfalls gemessen. Die gewonnenen Daten können später in das hochauflösende erste Bild hineinprojiziert werden. Die Untersuchung dauert noch länger als ein normaler Kernspin (bis zu 45 Minuten), bietet für die neurologische bzw. neuropsychologische Diagnostik jedoch einzigartige Möglichkeiten.

Mit derselben Technik lässt sich auch die Bewegung des Bluts im Herzen oder die Luftfüllung der Lunge darstellen.

Das starke Magnetfeld erwärmt Metalle und bewegt sie unter Umständen im oder am Körper. Daher müssen die Patienten ihren Schmuck ablegen. Bei Menschen, die Metall im Körper tragen (z. B. Herzschrittmacher oder Gelenkprothesen), wird im Einzelfall überprüft, ob ein Kernspin möglich ist.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Arne Schäffler, Thilo Machotta | zuletzt geändert am 17.03.2016 um 12:36


Pollenflug

Vorhersage für Rhein.-Westfäl. Tiefland

Pollen Do Fr
Hasel 0-1 0-1
Erle 0-1 0-1
Birke 0-1 0-1
Gräser 1-2 1-2
Roggen 0-1 0-1
Beifuß 1-2 1-2
Ambrosia 0-1 0-1

Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Fr
    08:00 bis 18:30
    Sa
    09:30 bis 13:00

notdienste

Vorbestellungen

Auf Wunsch liefern wir Ihre Vorbestellungen, ab einem Mindestbestellwert von 20€, auch nach Hause.

Besuchen Sie uns auch bei

Phytothek

News

Kühlen Kopf bewahren

Eine amerikanische Studie untersuchte das Denkvermögen von Studenten während einer Hitzeperiode in Boston.... mehr

Multiple-Sklerose-Risiko

Wer als junger Mensch raucht und beruflich mit Lösungsmitteln in Kontakt kommt, erkrankt deutlich häufiger... mehr

Resistente Darmbakterien

Ärzte warnen vor antibiotikaresistenten Darmkeimen, die von Fernreisenden importiert werden. Antibiotika wie... mehr

Amputationen bei Diabetikern

Viele der jährlich etwa 50.000 Fußamputationen bei Patienten mit Diabetes sind nach Einschätzung von... mehr

Orangensaft gut gegen Gicht

Forscher aus Kiel und Hohenheim untersuchten den Effekt von Orangensaft auf das Gichtrisiko und das... mehr

ApothekenApp

Die Phönix-Apotheke auf Ihrem iPhone, iPad, iPod oder Android-Smartphone:

Available on App Store
Android app on Google Play
ApothekenApp gratis installieren und PLZ "44263" und "Phönix-Apotheke" eingeben. Mit Reservierungsfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr. Die ApothekenApp der Phönix-Apotheke – die Apotheke für unterwegs.