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Induratio penis plastica



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Induratio penis plastica (IPP, Morbus Peyronie): Mit zunehmendem Alter häufiger auftretende Verhärtungen des Bindegewebes im Bereich der Penisschwellkörper mit Abknickung des Penis bei der Erektion. Diese „Plaques“, die meist am Penisrücken, also an der Oberseite auftreten, bewirken das Abknicken. Daneben treten auch Einziehungen, sanduhrförmige Einschnürungen und flaschenhalsförmige Verjüngungen des Penis auf. Oft besteht auch schon längere Zeit eine Verkrümmung der Hände durch Verdickung und Verkürzung der Sehnen in der Handinnenfläche (Morbus Dupuytren). Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht vollständig geklärt, denkbar sind kleinste Verletzungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten – auch ist eine familiäre Häufung bekannt. Der Verlauf der Erkrankung ist schwer vorhersehbar, Spontanheilungen gibt es zwar in ~ 30 % der Fälle, der Rest spricht jedoch oft nicht auf Medikamente an.

Leitbeschwerden

  • Schmerzhafte Verkrümmung bei der Erektion (vor allem zu Beginn der Erkrankung, später wieder nachlassend)
  • Tastbare Verhärtungen im Penisschaft und am Übergang zwischen Penisschaft und Eichel
  • Erektionsstörung (Impotenz) und/oder Unmöglichkeit, in die Scheide einzudringen.

Das macht der Arzt

Bestehen keine oder nur geringe Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, so ist nach Ansicht der Mehrzahl der Experten keine Therapie erforderlich.

Bei deutlichen Schmerzen und Behinderung des Geschlechtsverkehrs stehen mehrere Medikamente wie z. B. Aminobenzoat (Potaba®), lokale Injektionen von Kortison (z. B. Dexamethason) in den Schwellkörper und plastisch-chirurgische Therapieverfahren zur Verfügung. Die Meinungen, welche Verfahren wann wirksam sind, sind jedoch sehr uneinheitlich. Die Mehrzahl der Experten empfiehlt eine operative Korrektur nur als letzte Möglichkeit nach dem Versagen der konservativen Behandlung, weil der OP-Erfolg nicht sicher ist und es danach zur vollständigen Impotenz kommen kann. Daher wird – wenn überhaupt – erst operiert, wenn die Erkrankung über mindestens ein Jahr stabil ist, also keine neuen Verhärtungen hinzugekommen sind. Andernfalls droht nach der OP der korrigierte Penis wieder abzuknicken.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Martina Sticker, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 25.04.2016 um 17:44


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